Kylltaler Sandstein, leicht gebändert und Basaltlava- Inkrustationen, ca. 270x70x70cm und drei gepflasterte Brunnen- schalen mit Überlaufsteinen

Brunnenanlage Heckenmünster

Heckenmünster hatte in römischer Zeit eine Badeanlage mit angeschlossenem Theater und Tempeln, Priesterwohnungen, Herbergen etc. Die Römer schätzten das schwefelhaltige Wasser als Kur für Wurm- und Hautkrankheiten. Einer der Tempelbauten hatte die sehr seltene Grundrissform des Achtecks - traditionellerweise bauten die Römer ihre öffentlichen Bauten in griechischem Stil rechteckig oder rund.

Die seltene Achteckform des Tempels greife ich in der Brunnenstele auf, indem ich vom quadratischen nach oben hinauf angedeutet achteckigen Grundriss wechsle. Drei Seiten des Achtecks sind näher ausgeführt und beinhalten Basaltlava- Inkrustationen, auf denen Stufen und zum Teil Säulen angedeutet sind. Der Kopf der Stele wird durch ein Ziegeldach gebildet. Der Brunnenauslauf befindet sich im Mund eines stark hervortretenden Quellgottes, der ebenfalls aus Basaltlava gearbeitet ist. Das Wasser fließt über drei Etagen durch gepflasterte Mulden.