Maße: 140 X 42 X 34 cm aus Mayener Basaltlava. Schrift: serifenlose Kapitalis vertieft eingehauen und ausgetönt Oberfläche: frei vom Hieb z.T. angeschliffen
Detailansicht des Bergkristalls

Grabmal mit Kristallbekrönung

Die Form ist schlank, aus der Erde wachsend, sich in den Oberflächen nach oben hin immer weiter verfeinernd und glättend. Sie beginnt unten eher kantenlos, rundlich und entwickelt unterwegs nach oben ihr "Profil". Sie hat zwei Abkömmlinge, die sich fest an sie schmiegen, sich aber weiter oben beginnen zu lösen. Die Form spielt mit gespanntem, geraden oder sogar leicht hohlen Flächen, die sich unterschiedlich entwickeln. Sie spielt auch mit einer Mehransichtigkeit, man soll gereizt werden, sie von allen Seiten zu betrachten und somit seinen Standpunkt ihr gegenüber zu verändern. Alles strebt auf den Kristall zu, die Grenzfläche zwischen den Materialien verläuft aber nicht gerade, der Übergang folgt nicht der Geometrie. Das Ende der Stele ist leicht und durchscheinend, aus der Erde kommend bildet der Kristall am Kopf einen Übergang zur Luft und zum Himmel. Der durchleuchtete Kristall kann auch schon als Sinnbild für eine andere Ebene gelten.

Siehe auch unter der Seite Prozess: hier wird der Werdegang der Arbeit in einzelnen Schritten dargestellt.