Mit ihrer Schwellung und gespannten Seiten hat diese Stelenform einen festen Stand. Von gröberen, erdigen Strukturen im unteren Teil verfeinert sie sich nach oben hin immer weiter. Die Form erhält durch den segmentbogigen und wulstigen Abschluß eine Art Bekrönung. Die Bildhauerarbeit ist eingebettet in den Text und wächst aus dem Stein heraus. Den alttestamentaischen Text aus Kohelet, Prediger Salomon, habe ich versucht in eigenen Worten in modernem Deutsch zu fassen und gleichzeitig auf "steintaugliche" Länge zu kürzen.
So ist aus: "Darum sahe ich, dass nichts besseres sei, denn das der Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit, denn das ist sein Teil" ein kurzes: "Hier und jetzt, Freude im Tun, das ist dein Weg" geworden.
Tier und Mensch gehen einen Weg, teilen alle das Schicksal sterben zu müssen, so sind im Relief janusköpfig Löwe und Mensch, Tier- und Menschenschädel dargestellt. Die archaische Gestalt der Stele versucht dem alttestamentaischen Text gerecht zu werden.
Diese Arbeit erhielt auf der Bundesgartenschau in Gelsenkirchen einen Goldmedaille.